Tapen im Kraftsport – Haltung bewahren!

Versen Taping © wikipedia

In vielen Sportarten ist es gängig, sich seine Finger, Zehen oder sonstige Körperpartien zu tapen. Das Tapen dient in der Regel der Vermeidung von Verletzungen, besonders der Kapseln und Gelenke. Doch die helfenden Klebestreifen können auch dazu verwendet werden, bereits angeschlagene und schmerzende Gelenke zu unterstützen. Das Kinesiotape ist wasserfest und hält nahezu jeder Belastung statt. Die Haut wird durch die Anwendung gespannt, man spricht auch von einer Verschiebung der Oberhaut gegen das Unterhautgewebe. Diese Spannung hat den Effekt, dass Endorphine ausgeschüttet werden, welche das Schmerzempfinden zu lindern vermögen. Gängig ist die Verwendung von Kinesiotape besonders im Handball. Euch dürfte jedoch sicherlich auch schon in der Bundesliga, der eine oder andere getapte Protagonist über die Mattscheibe gelaufen sein. Es gibt sogar die sogenannte Kinesio Therapie, welche sich der Wirkung dieser Kinesio Tapes bedient.

Tapen im Kraftsport

Auch im Kraftsport wird getaped, ebenfalls um Verletzungen zu vermeiden. Jedoch geht es im Kraftsport weniger darum, seine Fingerkapseln zu schützen. Ist ja auch mehr als naheliegend, denn die Wahrscheinlichkeit wie im Handball unglücklich von einem sich schnell bewegenden Sportgerät getroffen zu werden, besteht einfach nicht. Eher werden bereits angeschlagene Partien getaped, um den Zyklus nicht zu unterbrechen und bestmöglich, ohne bleibende Schäden, weiter trainieren zu können.

Körperhaltung verbessern

Für das Bodybuilding wird besonders dann getaped, wenn die Körperhaltung verbesserungswürdig ist. Der Körper ist leider nicht immer ganz so symetrisch, wie man es gerne hätte. Besonders die Schulterhaltung ist des Öfteren davon betroffen. Nach hinten hängend, oder zuweit vorstehend, kann die Schulter durch eine hohe Belastung, schwer geschädigt werden. Merkt ihr also, dass mit euren Schultern, oder auch nur einer Schulterseite, etwas nicht stimmt, solltet ihr unbedingt zum Arzt gehen und euch über die Möglichkeiten informieren.

Stabilisation bei schweren Eisen

Im Regelfall wird diese Art des Tapings nur von Profis, welche wirklich schwere Gewichte zu stemmen haben, in Anspruch genommen. Die Partie, welche im professionellen Kraftsport am häufigsten getaped wird, ist wohl der Rücken. Gerade bei schweren Verbundübungen wie dem Kreuzheben, sind Verletzungen an der Tagesordnung. Die Verwendung von stabilisierenden Hüftgurten ist hierbei eine genauso gute Möglichkeit wie der professionelle Einsatz von Tape. Eines sollte euch jedoch klar sein … das Tapen von Fingern, Zehen und Co. ist recht simpel und kann gerne selbst oder vom Trainingspartner vorgenommen werden. Geht es um das professionelle Taping in Verbindung mit dem Heben wirklich schwerer Gewichte, sollte der Fachmann ran. Ob Therapeut, Arzt oder Fitnesstrainer … hauptsache die jeweilige Person weiss auch wirklich was sie tut!

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